Heinrich Hoffmann


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Arme Ritter Christi

vom salomonischen Tempel zu Jerusalem


(Ordo Pauperes milites Christi de templo Salomonici Hierosalemitanis - OPMC)

Wer sich mit dem Mittelalter befasst, wer sich richtig intensiv damit auseinander gesetzt, wer auch nur ein wenig versucht hat, sich in diese Zeit hinein zu versetzen, der weiß sehr wohl, dass die Menschen damals alles andere als bedauernswert waren, dass es vom Standpunkt des Menschen des 21. Jahrhunderts mehr als nur ungerecht wäre, sie müde und von oben herab zu belächeln, weil sie ja im sogenannten "dunklen Zeitalter" lebten. Auch wenn so gut wie niemand lesen und schreiben konnte, auch wenn sie mit all den Vorteilen, mit denen wir heute "gesegnet" sind, nicht unbedingt überhäuft wurden, so kann man mit Fug und Recht behaupten, dass alles seine Ordnung hatte, eine Ordnung, wie sie von Gott vorgesehen war.
Dieser Gott, dieser Dreifaltig Eine, war für die Menschen des Mittelalters der Mittelpunkt des täglichen Lebens, der ganze Jahresablauf richtete sich ausschließlich nach dem Kalendarium der Kirche.
Und so wie Gott bei der Schöpfung auch eine hierarchische Struktur vorgesehen hatte (die himmlische Ordnung als Vorbild), so sollte auch der Mensch "seinen Platz" kennen und danach trachten, seinen ihm zugedachten Dienst zum größten Wohlgefallen Gottes zu verrichten. 

Über uns:


Es ist kaum 900 Jahre her, dass sich in der heiligen Stadt Jerusalem die ersten neun edlen Ritter dem König und der Kirche bedingungslos und unter dem Siegel des absoluten Gehorsams zur Verfügung gestellt haben, um unter und mit dem Zeichen des Kreuzes ihren Dienst für die Christen und die heiligen christlichen Stätten des Heiligen Landes zu verrichten.

Heute verzeichnen wir das 21. Jahrhundert. Vieles hat sich im Laufe der Geschichte getan. Wer jedoch davon aus geht, dass Ritter des salomonischen Tempels zu Jerusalem heute nicht mehr benötigt werden, weil wir in einer angeblich "aufgeklärten" und freien Gesellschaft leben, dem können wir nur entgegnen: Heute mehr denn je!

 Wir erleben gerade heute, im 21. Jahrhundert, dass Christen in unzähligen Ländern benachteiligt, verfolgt und getötet werden.

 Wir erleben gerade heute, im 21. Jahrhundert, dass die Kirche und vor allem ihr sichtbares Haupt, der Papst, nicht mehr ernst genommen und respektiert werden – vor allem auch durch große Teile des deutschsprachigen Episkopates.

Wir erleben gerade heute, im 21. Jahrhundert, dass die Jugend offensichtlich auf dem Weg der Finsternis und der Verirrung wandelt. Sie haben keinen Halt, keine Hoffnung, keine Orientierung. Ihnen werden grundlegende Werte und religiöser und gesellschaftlicher Hinsicht vorenthalten.

Wir erleben gerade heute, im 21. Jahrhundert, dass weltweit zehntausende ungeborener Kinder daran gehindert werden, das Licht der Welt zu erblicken. Der Schöpfungsplan Gottes wird durch die Hand des Menschen mit brutaler Gewalt aus den Angeln gehoben.

Wir erleben gerade heute, im 21. Jahrhundert, dass Gewalt gegen Frauen und Kinder immer mehr um sich greift. Es vergeht kein Tag, an dem wir durch Medien nicht von neuen Verbrechen – meist sexueller Natur – informiert werden.

Wir erleben gerade heute, im 21. Jahrhundert, dass der Mensch durch Mutwillen, durch Unwissen, durch Unachtsamkeit dabei ist, seinen von Gott zur Verfügung gestellten Lebensraum zu zerstören. Flora und Fauna werden dem Streben des Menschen nach wirtschaftlichen und finanziellen Vorteilen geopfert.

Wir erleben gerade heute, im 21. Jahrhundert, dass in unzähligen Ländern dieser Welt, sogar im eigenen Land, die Menschen hungern müssen, während wir selbst den Vorteil des Wohlstandes gar nicht genug zu würdigen wissen. Menschen – und vor allem Kinder – müssen hungern, weil korrupte Politiker und Wirtschaftsmagnate, weil ganze Staaten beim „Streben nach Glück“ („pursuit of happiness“) auf das Glück des anderen keine Rücksicht nehmen.

Wir erleben gerade heute, im 21. Jahrhundert, dass Missgunst, Neid, Hass unseren Alltag prägen. Christliche Werte haben keine Bedeutung mehr – sie werden mit Füßen getreten und ad absurdum geführt.


Es liegt an uns vom Orden der Armen Ritterschaft Christi, diese Missstände nicht nur zu erkennen, sondern auch durch tatkräftige vor allem caritative Hilfe dagegen anzugehen. Wir möchten und wir können uns nicht des Verrates an Jesus Christus und der christlichen Botschaft schuldig machen, indem wir nicht helfen.

Durch den Empfang der Heiligen Sakramente der Taufe und der Firmung sind wir – jeder einzelne von uns – zu Streitern Christi geworden. Und durch den Zusammenschluss in diesem Orden der Armen Ritterschaft Christi führen wir mit Hilfe der ehrenwerten ritterlichen Tugenden unseren Dienst nach bestem Wissen und Gewissen aus. Wir sind uns unserer Verantwortung vor Gott, vor der Kirche und vor dem Menschen bewusst, und von daher ist es uns ein Herzensanliegen, mutig und stolz, ehrlich und aufrichtig, demütig und treu den Willen Gottes auszuführen und seinen Geboten ohne Bedingungen zu folgen, dessen eingedenk, dass das erste und höchste Gebot die Gottesliebe, das zweite die Nächstenliebe ist.

"Was Ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt Ihr MIR getan", spricht der Herr. Von daher ist es unsere tiefste Freude, IHM im Nächsten zu dienen, und IHM den Lob, den Dank und die Ehre zukommen zu lassen, getreu unserem Wahlspruch: "Non nobis Domine, non nobis, sed nomine tuo da gloriam!"

Der Ritterorden der Armen Ritter Christi ist in verschiedene Großpriorate*, Komtureien und Ordenshäuser aufgeteilt, in denen sich Brüder, Schwestern und Ritter den Kampf gegen die Feinde des 21. Jahrhunderts aufnehmen. Wer sich zutraut, mit dem Schwert des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung - angetan mit der Rüstung des Heiligen Geistes und der allerseligsten Jungfrau - mit uns den Kampf gegen Ungerechtigkeit, gegen Gewalt, gegen Hass auf Gott und die Kirche aufzunehmen, ist herzlich willkommen und dazu eingeladen, mit uns in Kontakt zu treten.

„Deus lo vult“,

"Gott will es", riefen die Menschen vor über 900 Jahren

beim Aufruf zum ersten Kreuzzug.

Und das Gleiche rufen wir auch heute: 

 „Deus lo vult!“

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non nobis, Domine, non nobis,
sed nomine tuo da gloriam.


* Großpriorate des Ordens der Armen Ritter Christi - OPMC [Stand Januar 2012]:
Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Finnland, Italien, Japan, Vereinigte Staaten von Amerika, Kanada

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