Heinrich Hoffmann


"Edel sei der Mensch,

... hilfreich und gut!"

Es ist eigentlich eine recht spontane Entscheidung, erstens einige Gedanken zum Adel an sich, und zweitens das Wort von Goethe diesem Kapitel voran zu stellen. Dass ich jedoch nicht unbedingt die freimaurerische Bedeutung dieses Zitates übernehmen möchte, sondern die christliche Sichtweise zu adaptieren beabsichtige, liegt dem geneigten Leser wohl auf der Hand.

Diverser Suchmaschinen wie Google sei's gedankt, dass jeder im weltweiten Datennetz forschen kann, WAS es mit dem Adel auf sich hat. Und Dank der "Yellow Press" kann jeder sein Bedürfnis nach Einblicken in die Welt der Schönen, Reichen und (Hoch-)Adeligen in ausreichendem Maße befriedigen.

Doch widmen wir uns wieder dem berühmten Zitat "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut". Wer aufmerksam meine bescheidenen Seiten hier gelesen hat, dem wird auffallen, dass sich der Kreis - MEIN Kreis - hier wieder schließt, weil es mein christliches und ritterliches Menschenbild(was sich ja gegenseitig nicht ausschließt) mit nur wenigen Worten auf den Punkt bringt. Ein Christ hat die Pflicht, edel zu sein - derjenige von adliger Herkunft erst recht.

"Noblesse oblige" - "Adel verpflichtet", ein Wort, das mittlerweile auch schon abgedroschen klingt, der aber Dank der Faszination der Bürger auf alles, was mit Adel zu tun hat, immer als Richtschnur genommen werden wird, denn "Adel verpflichtet" tatsächlich - heute mehr denn je. Wer tatsächlich von Adel ist, wird sich heutzutage hüten, ein ausschweifendes, dekadentes Leben zu führen, weil er damit den Ruf des gesamten Adels in Mitleidenschaft ziehen könnte; immerhin ist der Adel - auch wenn es ihn juristisch gar nicht mehr gibt, und auch wenn die Grenzen zwischen Adel und Bürgertum verwischt sind - eine Kaste für sich, eine Kaste, die (unbewusst) eine Zusammengehörigkeit praktiziert, die unvergleichlich ist ... vergleichbar vielleicht mit der Priesterkaste.




[Fortsetzung folgt]

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