Heinrich Hoffmann


480px-Wappen_Deutsches_Reich_-_Reichsadler_1889.png

Seit dem November 1918 gibt es in Deutschland und in Österreich keine Monarchie mehr. Und seit diesem Zeitpunkt muss sich dieses Volk in den Schulen und an den Universitäten, in Presse, Funk und Fernsehen, in wissenschaftlichen und populischtischen Veröffentlichungen anhören und lesen, dass die Monarchie und da vor allem die Monarchen dem Volk nur Schaden zugefügt hätten. Systematisch hat man das Volk vor monarchistischen Ideen immunisiert, so dass sich die Menschen nicht trauen, um nicht zu sagen sie fürchten sich, in der Öffentlichkeit zuzugeben, dass sie sich mit dieser unserer Republik nicht so ganz identifizieren können, und dass sie sich mit der Idee einer Monarchie in Deutschland und in Österreich sehr wohl anfreunden können.

Im Jahre 2009 "feierten" wir das 60-jährige Bestehen der Bundesrepublik, und die Lobhudeleien auf die Republik als Stastsform waren schon beschämend. Es IST nun mal nicht alles Gold, was glänzt!!! Scheinbar haben wir alle Freiheiten der Welt - Juchu! Doch wir merken nicht, dass sich unsere Republik mehr und mehr zu einem totalitären Gebilde entwickelt. Schon alleine, dass uns das Grundgesetz, das im Ludwig-Museum in Bonn im Jahre 1949 verabschiedet wurde, bis zum heutigen Tage nicht dem Volk zur Annahme (oder Ablehnung) vorgelegt wurde, verwundert schon sehr. Dass der Artikel 146 GG auch mehr als 20 Jahre nach der sogenannten "Deutschen Einheit" nicht zur Sprache gebracht wird, lässt einen schon die Stirn sorgenvoll runzeln. Dass in Karlsruhe ein Bundes-Verfassungs-Gericht sitzt und so mancher Bürger unter Beobachtung des Verfassungs-Schutzes steht, obwohl wir seit etlichen Jahrzehnten (um genau zu sein seit dem Ende der Weimarer Republik) keine Verfassung HABEN (das Grundgesetz ist ja nur ein Provisorium), muss einem zu denken geben. Dass Volksentscheide in unseren Ländern nicht vorgesehen (oder sollte ich sagen "erwünscht"?) sind, ist eigentlich nur eine logische Konsequenz des parteipolitischen Einerleis.

Wieso dürfen wir nur Parteien wählen? Warum dürfen wir nicht unseren Regierungschef wählen, Warum dürfen wir nicht unser Staatsoberhaupt, der uns nach außen und nach innen repräsentieren soll, wählen? Wir sind vor allen Entscheidungen, die uns mittelbar und unmittelbar betreffen, vollkommen ausgeschlossen - wir sind ja nur das Volk, sonst nichts. Von daher haben wir uns aus solchen Dingen rauszuhalten. Um uns aber dennoch den Eindruck zu vermitteln, wir seien wichtig, dürfen wir alle paar Jahre fröhlich zur Wahlurne wandern, um ein hübsches kleines Kreuzchen aufs Papier zu bringen. Ist doch vollkommen egal, dass sich mehr und mehr Wahlbürger (passiv) weigern, an solchen Wahlen teilzunehmen, dass sich mehr und mehr Bürger weigern, am politischen Schicksal ihres Landes, ihres Volkes, Ihrer Nation teilzunehmen, denn das Volk ist nicht SO dumm, wie es die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft, die Verantwortlichen der "Firma Bundesrepublik" gerne hätten. Die Bürger haben es mittlerweile gemerkt, dass es im 21. Jahrhundert vollkommen egal ist, für welche Partei man sich entscheidet: Es kommt der gleiche Mist dabei heraus. Vor 60 Jahren, zu Zeiten Konrad Adenauers und Kurt Schumachers sah das noch anders aus, weil die Politiker nicht in erster Linie Ihrer Partei, sondern vor allem ihrem Gewissen verpflichtet waren, ihrem Gewissen vor Gott und vor dem nach dem großen Krieg darniederliegenden Volk.

Was hat das alles mit meinem Einsatz für die Monarchie in Deutschland (und den deutschen Ländern) und in Österreich zu tun? Sehr viel, denn auch in einer Monarchie werden wir uns mit Parteien, mit Politikern und solchen Funktionären konfrontiert sehen, denn Monarchie bedeutet ja nicht, dass man gegen die Demokratie ist, sie vielleicht sogar abschaffen möchte. Dem ist nicht so. Wir werden auch unter einem Monarchen weiterhin am politischen Schicksal unseres Landes Anteil haben dürfen/müssen. Aber im Vergleich zum Bundespräsidenten als Staatsoberhaupt, den keiner vor seiner "Wahl" kennt, und der auch meist nach seiner Amtszeit wieder der Vergessenheit anheim fällt, und der auch als "Rentner" weiterhin sein Gehalt bis zu seinem Ableben bezieht, wollen wir Monarchisten - um es mal auf den Punkt zu bringen - "unseren Kaiser wieder haben".  Im Jahre 1918 wurden unsere Monarchen wie reudige Hunde von ihrem rechtmäßigen Thron verscheucht. 

Nun gut, wir können die Zeit nicht mehr zurück drehen, und vor allem können wir die Geschichte nicht mehr umschreiben. Aber als Monarchisten, oder zumindest als Menschen, die an der Staatsform Monarchie interessiert sind, erkennen wir nicht nur die große Verantwortung vor der Geschichte, uns ist auch sehr daran gelegen, der Geschichte Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Und mit dem Beschäftigen mit der Geschichte wollen wir der Wahrheit den ihr gebührenden Platz einräumen. Denn die Monarchen der ersten beiden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts waren alles andere als Despoten, als Menschenverachter, als Kriegstreiber oder sogar psychisch Labile. Sie waren sich Ihrer Verantwortung vor ihrem Gott und ihrem Volk mehr als bewusst. Aus ihrem tiefen christlichen Glauben heraus trafen sie ihre Entscheidungen - immerhin waren sie Fürsten, Könige und Kaiser "von Gottes Gnaden" - und sie waren sich dieser großen Verantwortung auch (meist) zutiefst bewusst.

[Fortsetzung folgt]     


Besuchen Sie auch unser neues
Monarchistisches Diskussionsforum

empty